Andy Holzer – Mit Mut, Selbstvertrauen und Motivation zum Lebenstraum 2017-02-20T11:28:22+00:00

„Beim Klettern selbst muss das Team funktionieren. Ich muss mich auf meine Kameraden verlassen können – genau wie in einem Unternehmen.“

Andy Holzer – Blind Climber aus Osttirol

Andy Holzer – Mit Mut, Selbstvertrauen und Motivation zum Lebenstraum

Andy Holzer bestieg bisher sechs der Seven Summits. Er fährt Rad, repariert Dächer und fährt Ski. Dabei ist er blind. Doch das hindert ihn an rein gar nichts.

Nachbarn rieten Andy Holzers Eltern, ihn als Jungen ins Heim abzuschieben. Doch sie wollten ihrem Jungen das Leben der Sehenden nicht vorenthalten und unterstützen ihn in jeglicher Hinsicht. Andy Holzer begibt sich auf ein Abenteuer, das sich viele Sehende nicht zutrauen würden. Er besteigt die höchsten Gipfel der Welt, verfolgt seine Träume und spricht als Keynote-Speaker und Motivator auf internationalen Firmenveranstaltungen und Businessevents. Andy Holzer steht für Erfolg, Durchhaltevermögen und Ausnahmeperson.

Andreas Josef Holzer wird am 3. September 1966 in Lienz in Osttirol geboren. Auf Grund der Netzhauterkrankung Retinitis Pigmentosa ist er von Geburt an blind. Nach Abschluss der Schule beginnt er die Ausbildung zum Heilmasseur und Heilbademeister. Neben dem Beruf spielt er als Gitarrist, Bassist und Sänger in einer Tanzkapelle und betreibt verschiedene Sportarten, wie Langlauf und Surfen, vor allem aber Klettern und Bergsteigen. 2010 macht sich Holzer als Bergsteiger, Testimonial und Vortragender selbstständig. Mit seiner Frau Sabine ist er seit 1990 verheiratet.

UNTER BLINDEN

Eva Spreitzhofer begleitete Andy Holzer für ihren Dokumentarfilm „Unter Blinden“ in Alltags- und Extrem-Situationen:
Video: http://www.moviepilot.de/movies/unter-blinden/trailer

Was hat Klettern mit einem Business zu tun?

Aus dem Interview von 1zu1 Prototypen:

Sie mussten viele Hürden überwinden, um auf Berge zu steigen. Eine Metapher für den Unternehmenserfolg?

Ganz genau. Ich musste an meiner Vision festhalten, auf Berge zu steigen. Beim Klettern selbst muss das Team funktionieren. Ich muss mich auf meine Kameraden verlassen können. Vertrauen ist sehr wichtig und der Wille, den Gipfel zu erreichen und auch wieder herunterzukommen.

Sie müssen aber auch Verantwortung für sich selbst übernehmen beim Bergsteigen?

Verantwortung kann man in allen Lebenslagen als Motivation einsetzen. Auch in der Arbeitswelt. Wenn ich mich als Mitarbeiter wertgeschätzt fühle, dann achte ich viel mehr auf das, was ich mache.

Wie wichtig ist Heimat für Sie?

Osttirol ist mir als Heimat unheimlich wichtig. Es gibt dort viel Ruhe. Wenn du von einer Reise heimkehrst und du gehst dann in den Lienzer Dolomiten klettern, dann ist das ein Traum. Die Touristiker haben geschlafen und das hat sich letztlich als positiv herausgestellt. Deswegen schätze ich es noch mehr. Wir haben die Dolomiten vor der Haustür, den Großglockner und den Venediger, und das Mittelmeer ja auch nicht weit.

Gibt es einen Lieblingsberg für Sie?

Ja, das ist die Laserz Wand bei uns in den Lienzer Dolomiten. Im Winter kann man sie mit Schiern besteigen und im Sommer gibt es unzählige steile, lange Kletterrouten. Im Laserz zu klettern ist, wie heimgekommen zu sein, wie bei den Kindern der Kachelofen, auf den sie steigen.

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