Peter Bruckner Preis 2026:
120 Einreichungen aus elf Ländern zeigen den Mehrwert guter Gestaltung

Mit rund 120 Einreichungen aus elf Ländern war die fünfte Auflage des von der INNOS GmbH veranstalteten Peter Bruckner Preises internationaler denn je. Bei der Preisverleihung und Ausstellungseröffnung im Museum Aguntum wurden herausragende Arbeiten ausgezeichnet, die eindrucksvoll zeigen, welchen Beitrag gutes Design zu Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und regionaler Wertschöpfung leisten kann.

„Der Peter Bruckner Preis ist längst mehr als ein Designwettbewerb. Er bringt Designer:innen, Handwerksbetriebe und Wissenschaft zusammen und schafft Raum für neue Ideen, Kooperationen und Innovationen. Damit stärken wir nicht nur die Qualität von Produkten, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe und den Innovationsstandort Osttirol“, betont Barbara Hassler, Geschäftsführerin der INNOS GmbH.

Auch die Osttiroler Wirtschaft sieht im Peter Bruckner Preis einen wichtigen Impulsgeber. „Der Peter Bruckner Preis ist ein starker Botschafter für Osttirol als Region, die innovativen Ideen Raum gibt und den Unternehmen dadurch neue Chancen eröffnet“, sagt Elisabeth Kreuzer, Vorstandssprecherin der Felbertauernstraße AG, stellvertretend für die Osttiroler Unternehmen.

Der Peter Bruckner Preis trägt den Namen des Osttiroler produzierenden Gestalters Peter Bruckner, der Gestaltung und handwerkliche Umsetzung beispielhaft miteinander verband. Dieses Verständnis prägt den Wettbewerb bis heute und macht den Peter Bruckner Preis zu einer Plattform für Innovation, Kooperation und hochwertige Gestaltung.

Herausragende Arbeiten ausgezeichnet

Die Jury – bestehend aus Martin Bergmann, Katharina Bruckner, Martin Wetscher, Reinhard Lobenwein und Stefan Moritsch als wissenschaftlichem Begleiter – hatte aus rund 120 Einreichungen eine beeindruckende Bandbreite an Arbeiten zu bewerten. Entscheidend waren dabei gestalterische Qualität, Innovationsgrad und die Verbindung von Design und handwerklicher Umsetzung.
Jurymitglied Martin Wetscher zeigte sich vom hohen Niveau der Einreichungen begeistert. Besonders überzeugt hätten jene Arbeiten, bei denen Gestaltung und handwerkliche Qualität eine selbstverständliche Einheit bilden und dadurch Produkte mit hoher Identität und nachhaltigem Mehrwert entstehen. Gerade diese Verbindung mache den Peter Bruckner Preis zu einer außergewöhnlichen Plattform für zeitgemäßes Design und qualitätsvolles Handwerk.

Den mit 3.000 Euro dotierten ersten Hauptpreis erhielten Bastian Hau, Moritz Grünaug und Levent Ortak für ihr Verschattungsprojekt „Butterfly“, das mit einer flexiblen modularen Kachelstruktur Ästhetik, Funktionalität und Nachhaltigkeit vereint und Schattenqualität sowie Luftzirkulation optimiert.

Der zweite Hauptpreis ging an das Wiener Designbüro Vandasye für das „Microsofa“, ein kompaktes, zerlegbares Sofa aus natürlichen und nachwachsenden Materialien, das vollständig kunststofffrei und reparierbar ist.

Der dritte Hauptpreis wurde an den litauischen Designer Arnoldas Šliuževičius für sein Tischmöbel „Reverences“ vergeben.

Eine der sechs lobenden Erwähnungen erhielt die Osttiroler Designerin Gisela Klammsteiner für ihr textiles Projekt „Guardians of the Sleep“.

Die ausgezeichneten Arbeiten sind noch bis 6. September 2026 im Museum Aguntum zu sehen.

Design schafft Wert

Im Rahmen des LEADER-Projektes: Design, Produktion und Transformation diskutierten die Designer Martin Bergmann und Martin Wetscher gemeinsam mit Stefan Moritsch über die Bedeutung guter Gestaltung für Handwerk und Wirtschaft. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Design Produkte unverwechselbar macht und Unternehmen neue Marktchancen eröffnet.

Einigkeit herrschte darüber, dass gute Gestaltung weit mehr ist als Ästhetik. Sie schafft Identität, steigert den Wert von Produkten und macht Qualität sichtbar. Entscheidend dafür ist die enge Zusammenarbeit von Designer:innen und Handwerker:innen – denn Innovation entsteht dort, wo gestalterische Ideen und handwerkliches Können zusammenfinden.

„Der Peter Bruckner Preis endet nicht mit der Preisverleihung. Entscheidend ist, dass daraus neue Kontakte und gemeinsame Projekte entstehen. Genau darin liegt der eigentliche Mehrwert für unsere Betriebe und den Wirtschaftsstandort Osttirol.“ sagt Barbara Hassler.

Plattform für Innovation und Zusammenarbeit

Mit seiner fünften Auflage hat sich der Peter Bruckner Preis als bedeutende Plattform an der Schnittstelle von Design, Handwerk und Wirtschaft etabliert. Er macht sichtbar, welches Innovationspotenzial in der Verbindung von Gestaltung, handwerklichem Können und unternehmerischem Denken steckt – und setzt Impulse weit über den Wettbewerb hinaus. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Innovations- und Wirtschaftsstandortes Osttirol – ganz im Sinne seines Namensgebers Peter Bruckner.

Fotos: (c) INNOS/Aberjung, INNOS/Gritzer