iDM2020-11-18T09:53:33+00:00

Ein Blick in die Zukunft von Energiekreisläufen

Smart, flexibel und ökonomisch Heizen.

Ein Blick in die Zukunft von Energiekreisläufen bei iDM in Matrei in Osttirol

Smart, flexibel und ökonomisch Heizen via App – mit der Technologie von iDM

Die Wärmepumpen von iDM werden europaweit vertrieben. Die Planung, Konstruktion, Kälte- und Elektrotechnik, die Softwareentwicklung als auch die Produktion der zeitgemäßen Produkte von iDM erfolgen in Matrei in Osttirol.

Schon seit über 40 Jahren gibt es iDM, mittlerweile das größte Unternehmen der Pletzer Gruppe. Am Beginn vertrieb iDM verschiedene Wärmeerzeuger, seit den späten 1990er Jahren jedoch ausschließlich Wärmepumpen.

“Wir arbeiten dort, wo andere Urlaub machen. Die Arbeit lässt sich in Osttirol gut mit der Freizeit verbinden, was optimal für eine gute Work-Life-Balance ist.”

Christoph Bacher, Geschäftsführer

Der optimale Standort für eine herausfordernde Produktion

Die Produktion der Wärmepumpen ist durch komplizierte Geometrien und Lötarbeiten nur schwer zu automatisieren, wodurch bei der Produktion ein großer Anteil in Handarbeit erfolgt. Mittlerweile ist die iDM mit einer Produktion von 8.000 Wärmepumpen pro Jahr der größte österreichische Hersteller für Wärmepumpen und beschäftigt momentan 273 Mitarbeiter. Die iDM vertreibt ihre Wärmepumpen in ganz Europa. Ausnahme: Der skandinavischen Raum, wo seit Jahren der Markt schon gut gesättigt ist. Die Kernmärkte sind Österreich und Deutschland, aber auch Italien und die Schweiz sind aufgrund ihrer Nähe wichtige Abnehmer. In Österreich erfolgt der Vertrieb über den Heizungsbauer zum Endkunde. In Deutschland und im Export gibt es drei Stufen: Dabei gehen die Wärmepumpen zuerst an die Großhändler, danach zum Heizungsbauer und erst dann zum Endkunde.

Der Standort des Unternehmens liegt in Matrei, eine kleine Vertriebsniederlassung gibt es noch in der Nähe von Düsseldorf. Die gesamte Planung, Konstruktion, Kälte- und Elektrotechnik, Softwareentwicklung und die Prüfstandversuche erfolgen also, ebenso wie die Produktion, in Matrei. „Wir arbeiten dort, wo andere Urlaub machen“, so Bacher „Die Arbeit lässt sich in Osttirol gut mit der Freizeit verbinden, was optimal für eine gute Work-Life-Balance ist“. Nicht nur bei der Produktion setzt das Unternehmen auf Regionalität, auch weiß Bacher das qualifizierte Personal in Osttirol sehr zu schätzen. „In den höheren berufsbildenden Schulen wie der HTL oder der HAK werden potentielle neue Mitarbeiter optimal ausgebildet.“ Zusätzlich sind der Standort und das Einzugsgebiet sehr gut, um motivierte Produktionsmitarbeiter zu finden. Das Unternehmen legt im Allgemeinen viel Wert auf die Mitarbeiter. Großzügige Unterstützungen in Bezug auf Urlaub, Freizeit und Kosten stehen den Mitarbeitern zu, wenn sich diese neben ihrer Arbeitsstelle bei der iDM noch weiter fortbilden möchten. Zusätzlich gibt es ein betriebliches Gesundheitssystem mit Workshops. Auch kleinere Fortbildungen finden regelmäßig statt.

Das Potential des ökologischen Systems

iDM deckt das gesamte Spektrum an Wärmepumpen ab. Vom Einfamilien- zum Mehrfamilienhaus bis zu großen Gewerbehallen und der Hotellerie. Auch in der Höhenlage kennt iDM keine Grenzen, und beliefert auch 2.000 – 3.000 m hoch gelegene Gebäude mit den Wärmepumpen. Unterschieden wird dabei zwischen Luftwärme-, Solewärme- und Grundwasserwärmepumpen. Mit Wärmepumpen kann einerseits geheizt und andererseits gekühlt werden – auch ein Grund für den Vormarsch der Wärmepumpe. Die Kühltechnologie wurde erst in den letzten Jahren durch die aktuelle Klimaerwärmung auch bei uns ein wichtiges Thema.

Der wohl größte Vorteil der Wärmepumpen ist, dass dabei keine Emissionen entstehen. In vielen Ländern wird bereits die Installation von Ölheizungen verboten oder eingeschränkt. Auch die Verwendung von Biomasse ist wegen der Feinstaubbildung nicht mehr überall möglich. Gasheizungen werden zwar noch länger bestehen bleiben, doch geht laut Bacher auch hier der Trend zurück. Die Wärmepumpe ist somit eine von wenigen Wärmeerzeugern mit viel Potential, ein sehr guter Ausblick für das Unternehmen.

Christoph Bacher | Geschäftsführer
Hans-Jörg Hoheisel | Geschäftsführer
Manfred Pletzer | Eigentümer

Mit der App smart, flexibel und ökonomisch heizen und kühlen

Die Wärmepumpe hat das Kellerdasein verlassen und wird heutzutage besser ins Gebäude integriert. Durch Apps kann die Wärmepumpe mittlerweile ganz einfach von der Couch aus bedient und die Raumtemperatur für jeden Raum separat festgelegt werden.  Auch ein Energiemanagement mit PV-Anlage ist möglich, die Einblick in die Energiestatistiken und Auskunft über die Eigenverbrauchsquote geben. Diese Werte zeigen auf, wieviel Strom aus dem Netz kommt und wo die Energieströme hinfließen. Zusätzlich liefert die App Wetterdaten. So kann durch die Eigenverbrauchssteuerung genauer kontrollieren werden, wann die Wärmepumpe läuft – und Betriebskosten gespart werden. Seit 1,5 Jahren hat die iDM auch einen stundenvariablen Tarif mit österreichischen Energieversorgern: Die Wärmepumpe läuft dann, wenn der Strom am günstigsten ist. Via Softwareupdates sind diese neuen Technologien auch für die alten Geräte anwendbar. Die Investitionskosten für eine Wärmepumpenanlage sind zwar höher als die Alternativen. Durch die niedrigeren Betriebskosten haben sich die Kosten jedoch im Schnitt – in einem modernen Gebäude mit Niedertemperaturheizung – nach 7-8 Jahren amortisiert. Durch die dadurch gewonnen Zusatzfeatures behauptet man sich klar gegenüber den Mitbewerbern. Neben diesen Zusatzfeatures noch Schall und Effizienz zu optimieren und bei den Marktführern dabei sein – das ist das Ziel von iDM. Die Wärmepumpe soll also so leise wie möglich, zugleich jedoch auch so effizient wie möglich sein.

Der Beitrag zum Klimaschutz

Dass die Wärmepumpe momentan im Vormarsch ist, hat auch einen umweltpolitischen Hintergrund. Mit dem Umweltschutz als brandaktuelles Thema sind viele Förderprogramme zurecht auf die saubere Wärmepumpentechnologie zugeschnitten worden, um den Einsatz fossiler Brennstoffe zu vermeiden. Der Ausbau der erneuerbaren Energien hat jedoch auch Herausforderungen. Energie aus Wind und Solar sind sehr volatil – eine intelligente Koppelung der Erzeugungsanlage mit dem Verbraucher ist also erforderlich.

“Momentan wird einfach alles vernetzt.”

Christoph Bacher, Geschäftsführer

Innovationen durch Forschungskooperation

Die iDM ist momentan an drei Forschungsprojekten beteiligt: Die Kältekreisregelungen mit dem Campus Lienz und das Projekt „Energieschwamm“ mit der UNI Innsbruck, der TU Graz, Pink – dem österreichischen Speicherhersteller, und der Grazer Energieagentur. Bei diesem Projekt geht es darum, in der Gebäudemasse von Mehrfamilienhäusern Energie zu speichern.

Das momentan größte Projekt ist „FlexPlus“, das sich mit der Herausforderung der Koppelung von Strom und Wärme beschäftigt. Ein Wärmepumpenpool soll aufgestellt werden, der an verschiedenen Strommärkten agiert. Strom wird von verschiedenen Anbietern eingekauft, wobei Optimierungsalgorithmen gefunden werden müssen, die dann zur richtigen Zeit das Richtige tun und damit auch den Stromeinkauf regeln. An diesem komplexen Projekt sind neben der iDM sind auch das AIT (Austrian Institut of Technology), Fronius mit dem Speicherpool, Walter Kreisel und viele mehr beteiligt. Eine weitere Zukunftsvision ist die Vernetzung unterschiedlicher Pools, wie etwa von Elektroautos, Wärmepumpen oder einem Batteriespeicher. „Momentan wird einfach alles vernetzt“, schmunzelt Bacher.

Ein Blick in die Zukunft

Die iDM befindet sich momentan durch die große Absatzsteigerung der letzten Jahre in einer glücklichen Position, und strebt weiter nach Innovation und Optimierung. Die Produktpalette soll erweitert, größere Luftmaschinen entwickelt werden, aber auch im kleinen Leistungsbereich gibt es herausfordernde neue Entwicklungen. Zusätzlich wird mit einer neuen geplanten Facharbeiterausbildungsstätte der Fokus auf Mitarbeiterqualifikation gelegt. Nur so wird es möglich sein, weiter so wie bisher zu wachsen. Die iDM gibt eindeutig „weiter Vollgas!“, wie Bacher die Zukunftsperspektive zusammenfasst.

Fotocredit Christoph Bacher: Innos GmbH
Fotocredit der weiteren Bilder: iDM Energiesysteme / Martin Lugger / Gsaller Media

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